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Insel oder Halbinsel

 

Vom Festland ist der Peloponnes über eine schmale Landenge von ca. 6,3 km, dem Isthmos von
Korinth, zu erreichen, der jedoch 1893 durch den Kanal von Korinth durchbrochen wurde –
daher kann man eigentlich von einer Insel sprechen.

Herkunft des Namens

Der Name ist hergeleitet von der mythologischen Gestalt Pelops, der ein Sohn des sagenhaften
Königs Tantalos gewesen sein soll. Die Peloponnes bedeutet also eigentlich "Insel des Pelops",
da das griechische Wort für (Halb)insel, nesos, weiblich ist. Im Deutschen ist aber auch
 „der Peloponnes“ gebräuchlich. Im Mittelalter war für die Peloponnes auch die Bezeichnung
Morea
geläufig.

Geographie

Die Peloponnes ist der südlichste Teil der Balkanhalbinsel und somit das am weitesten ins
Mittelmeer hineinragende Gebiet. Im Osten wird die Peloponnes von der Ägäis und im Westen
vom Ionischen Meer begrenzt. Erdgeschichtlich betrachtet, war die Peloponnes ursprünglich eine
Insel, wurde jedoch dann im Laufe der Zeit durch die Nord-Verschiebung der afrikanischen und saudiarabischen Platte an das Festland herangedrückt. Deutliche Spuren davon sind anhand der
zahlreichen, geologisch gesehen relativ jungen, Faltengebirge zu erkennen. Diese spalten sich
zahlreich auf der Peloponnes auf und geben der Landschaft ein charakteristisches Bild. Vor allem
 im Zentralpeloponnes (Arkadien) ist die gebirgige Gegend schwer zugänglich und gekennzeichnet
durch oberirdische abflusslose Becken, in denen z.T. Seen entstanden. Ein Beispiel hierfür ist der
mittlerweile verlandete Stymphalische See. Die Gebirge schrauben sich auf der Peloponnes in
eine Höhe von bis zu 2400 m, die dazwischen liegenden Täler zeichnen sich für griechische
Verhältnisse oft durch große Fruchtbarkeit aus. Da die Verschiebung der Platten weiterhin anhält,
 ist die Peloponnes neben Italien zu den erdbebengefährdesten Gebieten Europas zu zählen.

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Die Peloponnes ist heute in sieben Regionen aufgeteilt:

- Argolis

- Arkadien

- Lakonien

- Messenien

- Elis

- Achaia

- Korinthia

 

Heutige Zentren

- Nafplio

- Patras , zentraler Fährhafen (moderne Transkription: Patra)

- Pilos

- Sparta (moderne Transkription: Sparti)

- Korinth

Geschichte

Im Altertum war die Peloponnes Zentrum der mykenischen Kultur, die um 1100 v. Chr.ein
abruptes Ende fand. Neben den Dorern hielten sich im Nordwesten die Achaier. In der klassischen
 Zeit unter der Herrschaft Spartas und seines Peloponnesischen Bundes, wurde es nach dem Fall
Spartas bei der Schlacht von Leuktra 371 v. Chr. vom Arkadischen Bund beherrscht. Nach der

Makedonenherrschaft schlossen sich Teile der Peloponnes im Achäischen Bund zusammen, der
146 v. Chr. von den Römern nach der Zerstörung Korinths aufgelöst wurde. Nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu Byzanz wurde die Halbinsel, die nun Morea genannt wurde 1204 von den
Kreuzrittern erobert. Die Gegend rund um Mistra blieb aber byzantinisch und wurde zu einem
kulturellen Zentrum. Ab dem 14. Jahrhundert wechselte der Besitz zwischen Venedig und dem
Osmanischen Reich. 1684-1715 und 1769-1795 war Morea wieder venezianisch .

Nach der Unabhäbhängikeit Griechenlands 1822 wurde es unter seinem antiken Namen Teil des
neuen Staates.
Bekannte antike Stätten :

- Mykene

- Olympia (Zeusheiligtum)

- Tiryns

- Sparta

- Epidauros

Methana

Wichtige Orte aus byzantinischer Zeit:

- Mistra

- Monemvasia

- Methoni

Diese Orte liegen in der Argolis:

- Kranidi

- Porto Heli

- Ermioni

- Methana